Teil eines Werkes 
5. Bändchen (1809)
Entstehung
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ter von 117 Jahren erreicht hatte. Bis zu einem Alter von 130 Jahren machte er taͤglich 3Z oder 4 Lieues zu Fuß, 13 Jahre vor ſeinem Tode erblin⸗ dete er, und hinterließ von 12 Kindern nur eine Tochter von 76 Jahren am Leben.

Die kupferfaͤrbigen Eingebohrnen genieſſen noch eines andern phyſiſchen Vorzuges, den ihnen wahr⸗ ſcheinlich die hoͤchſt einfache Lebensart ihrer Vorfah⸗ ren verſchafft hat; man findet faſt nie unter ihnen angebohrne koͤrperliche Gebrechen. Nie ſah ich un⸗ ter ihnen einen Bucklichen, ſelten einen Lahmen; Kroͤpfe trifft man nur bey den Meſtizen. Zum Ge⸗ ſchlechte der letzteren gehoͤrt auch der beruͤhmte me⸗ xikaniſche Rieſe, Martin Salmeron, der 6 Fuß 16 Zoll 2 Linien Pariſermaaß hoch iſt.*)

Die moraliſchen Faͤhigkeiten der Landeseinge⸗ bohrnen kann man ſchwer auf eine gerechte Weiſe wuͤrdigen, wenn man dieſes unter einer langen und harten Dienſtbarkeit ſchmachtende Volk nur in ſei⸗ nem dermahligen herabgewuͤrdigten Zuſtande be⸗ trachtet. Im Anfange der ſpaniſchen Eroberung

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*) Ein Gegenſtuͤck zu Salmeron iſt der peruvianiſche Nieſe, Baſilio Huaylas, der ſich im Jahre 1792 öͤffentlich zu Lima zeigte. Er maß 7 kaſtilianiſche Fuß, 2 Zoll. Von den Hüften an nach oben, waren alle Theile unproportionirt groß, die Schultern hielten 56 Elle, der Kopf /G. Die Arme reichten, wenn er aufrecht ſtand, bis an

die Kniee, dagegen waren die Schenkel und Füſſe

klein, auch das rechte Bein etwas kuͤrzer.