Teil eines Werkes 
5. Bändchen (1809)
Entstehung
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Meiue Bevbachtungen über die angebohrne Hautfarbe der Urbewohner Amerikas ſind den Be⸗ hauptungen des Chefs der Mianis, Mich ikinakoua, ganz entgegengeſetzt, welcher Volney'n verſicherke: die Kinder der kanadiſchen Indianer wuͤrden ſo weiß gebohren, wie jene der Europaͤer, ſie wuͤrden in ſpaͤtern Jahren durch die Sonne und das Einrei⸗ ben von Fett und verſchiedenen Kraͤuterſaͤften ge⸗ braͤunt; auch waͤre bey den Weibern der bekleidete Theil des Koͤrpers vom Guͤrtel abwaͤrts ſtets weiß⸗ In Peru, Quito, an der Kuͤſte von Caraccas, an den Ufern des Oronoko und in Mexiko werden die Kinder nie weiß gebohren, und die indiſchen Kazi⸗ auen, welche in einem ſehr gemaͤchlichen Zuſtande leben, ſich faſt immer in dem Inuern ihrer Haͤuſer aufhalten und Kleider tragen, ſind an allen Thei⸗ len ihres Koͤrpers, mit Ausnahme der Ferſen und des Innern der Haͤnde, eben ſo braunroth oder ku⸗ pferfaͤrbig gefaͤrbt, wie alle übrigen ihres Volkes.

Die Haut der Mexikaner iſt dunkler gefaͤrbt, als jene der meiſten Südindianer, auch haben ſie, beſonders die Staͤmme der Aztequer und Otomiten mehr Bart, als ich bey den übrigen Voͤlkern des mittaͤglichen Amerika angetroffen habe. Beynahe alle Indianer in den Gegenden um die Hauptſtadt tragen kleine Knebelbaͤrte, und dieß iſt ſogar ein Kennzeichen der tributaͤren Kaſte.

Die Eingebohrnen Neuſpaniens, wenigſtens diejenigen unter ihnen, welche der europaͤiſchen Herr⸗ ſchaft unterworfen find, erreichen gewoͤhnlich ein