Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

(a20)

ſie fuͤr ſich allein im Stande, die Angriffe geringe⸗ arer Detachements zurückzuweiſen.

Die Infanterie der Mahratten wird immer von europaͤiſchen Offizieren befehligt; die Anführer ganzer Brigaden ziehen eine anſehnliche Beſoldung nebſt andern Vortheilen. Der Oberſte Perron, der auf den oben genannten de Boigne als Oberbe⸗ fehlshaber der ganzen Infanterie es Seindiah folgte und hernach Generalfeldmarſchall des Nizams wurde, hatte monatlich 5000 Rupien, andere eu⸗ ropaiſche Befehlshaber im Dienſte dieſes Fuͤrſten er⸗ halten alle Monate 1000 bis 3000 Rupien, eben ſo reichlich werden ſie von andern indiſchen Furſten be⸗ ſoldet. Europaͤer, die den Mahratten als Subal⸗ ternoffiziere dienen, bekommen monatlich 200 bis 500 Rupien. Die Bezahlung geſchieht zwar nicht pünktlich, iſt aber gewiß, es iſt kein Verluſt dabey zu fürchten, auch verlangt der gewoͤhnliche Däumi in Friedenszeiten wenig Koſten.

Ueberhaupt ſind bey den Armeen der indiſchen Färſten, welche regulaͤre Truppen. halten, ungefaͤhr 300 Europaͤer angeſtellt, von dieſen fuͤhren etwa ſieben den Oberbefehl uͤber anſehnliche Korps und haben auch Gelegenheit, einiges Vermoͤgen zu er⸗ werben. Sechzig andere dienen als Offiziere, und die uͤbrigen, gemeiniglich Fluͤchtlinge von europaͤi⸗ ſchen Niederlaſſungen oder Schiffen, ſind als Uater⸗ offiziere und Artilleriſten angeſtellt. Die Meiſten von dieſen Ueberlaͤufern ſind Franzoſen, und da ſie unter teiner Diſcyplin ſtehen, ſo machen ſie ihren