Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
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Auf dem Marſche nimmt er anſehnliche Summen eig, denn jeder Ort, der im Angeſichte der Armee liegt, mag er nun in ſeinen eigenen, oder in frem⸗ den Laͤndern liegen, muß ihm ein Geſchenk machen;. deswegen haͤlt ſich der Artilleriepark weit von der Armee entfernt, weil er nach einem alten Herkom⸗ men von jedem Dorfe fuͤr jede Kanone eine Quan⸗ titaͤt Butter, ein Schaaf und eine Rupie fordert. Bey dieſer Forderung bleibt es jedoch ſelten, die Doͤrfer müſſen auch noch auſſerdem Leute ſtellen, um das Gepäcke fortzuſchaffen, Wagen und Zug⸗ ochfen liefern. Dieſe Lieferungen und andere Er⸗ preſſungen ſetzt der Dorfſchulze oder Steuereinneh⸗ mer auf die Rechnung des Landesherrn, und zieht ſie ihm wieder zum Beſten der Elnwoßner bey der Berechnung der Steuern und Gefaͤlle ab.

Die Mahrattiſche Reuterey kann ſehr ſchnelle und lange dauernde Maͤrſche aushalten, und iſt zur Ertragung aller Arten von Beſchwerlichkeiten ge⸗ ſchickt. Weder die Manſuhns noch die ungünſtigſte Witterung haͤtt ſie auf ihren Zügen auf. Den gan⸗ zen Tag uͤber haͤlt der mahrattiſche Kavalleriſt keine Mahlzeit; koͤmmt er an ein Kornfeld, ſo ſtreift er einige Aehren ab, welche er auf dem Pferde mit den Haͤnden zerreibt, und ſodann verzehrt. Sein Pferd frißt alles, was es unterwegs findet, doch bekommt es auf langen Märſchen etwas Opium. Faͤhrt die Armee einen Train ſchwerer Artillerie bey ſich, ſo wird ſie dadurch nicht im geringſten aufge⸗ halten, weil die voraus geſchickten Reuter uüderall