Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
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damit ihr Gefolge ſich an ſie halten kann. Die Menge der Leute, die ein indiſches Heer begleiten, iſt auſſerordentlich groß, und man kann drey Per⸗ ſonen dieſer Art auf einen wirklichen Soldaten rech⸗ nen. Die Artillerie wird auf einem beſondern Pla⸗ tze, gewoͤhnlich auf einer Flanke, aufgefuͤhrt, die Infanterie ſchlaͤgt ihr Lager immer in der Fronte auf, und die Kapallerie wird meiſtentheils nach al⸗ len Richtungen ausgeſchickt, um den Feind zu beo⸗ bachten, oder Poſten um das Lager zu beſetzen.

Alle Abende perſammelt der Fuͤrſt, ſowohl auf Maͤrſchen, als an Ruhetagen ſeine Miniſter, und alles wird eben ſo puͤnkiach und ordentlich beſorgt, als in ſeinem Pallaſt. Jeder, ſelbſt der niedrigſte Unterthan, kann Audienz erhalten.

Soll die Armee aufbrechen, ſo beſtimmt der Oberbefehlshaber den Ort, wo ſie ſich den folgenden Tag lagern ſoll, dieſe Nachricht wird von den Leu⸗ ten des Generalquartiermeiſters auf dem Marktpla⸗ tze bekannt gemacht. Die Infanterie, welche jeder⸗

zeit den Vortrab ausmacht, bricht vor Sonnenauf⸗

gang auf, die Reiterey iſt ſelten vor 9 Uhr Mor⸗ gens marſchfertig, weil ſie vorher ihr Fruͤhſtuͤck oder ihre ganze Mahlzeit genießt, die Artillerie ſetzt ſich zuletzt in Bewegung, marſchirt ganz allein, und iſt oft von der Armee weit entfernt. Der Oberbefehls⸗ haber zieht mit vielem Pomp einher, ſeine Parade⸗ elephanten, diejenigen, welche ſeine Fahne tragen, ſeine Handpferde gehen voran, er ſeldſt folgt von einem auserleſenen Korps Reuterey begleitet, nach

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