Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
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te nach Belieben und haben eine Fahne aufgeſteckt,

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Kanonen haben kein feſtaeſetztes Kaliber, ſondern ſind von ſehr verſchiedener Groͤſſe, man laͤdt ſie nie mit gegoſſenen, ſondern mit geſchmiedeten Kugeln, die durch ihre rauhe Oberflaͤche das Geſchuͤtz bald verderben. Von dieſem Geſchuͤtz fuͤhren die Mah⸗ ratten ſtaͤts eine groſſe, oft unnoͤthige Menge mit ſich, denn ſie halten ſehr viel auf die Artillerie, ob ſie gleich nicht verſtehen, eine Kanone ordentlich zu richten. Auch ihr Pulver iſ ſchlecht, obgleich ſie mit den beſten Materialien zur Verfertigung desſel⸗ ben verſehen ſind⸗

Ein mahrattiſches Lager iſt ohne allen Plau und Ordnung aufgeſchlagen, und nimmt einen ſehr groſſen Raum ein. Sobald das Zeit des Oberbe⸗ fehlshabers aufgerichtet iſt, bildet ſich vor demſel⸗ ben ein foͤrmlicher Markt, wo man alles Noͤthige kaufen kann, und alle Gewerbe und Handwerke getrieben werden. Der Furſt oder Oberbefehlsha⸗

der zieht von dieſen Kraͤmern, Kuͤnſtlern und Hand⸗

werkern groſſe Summen, jede Bude, deren Anzahl ſich im Lager oͤfters uͤber 1000 belaͤuft, muß ver⸗ ſteuert werden, und jeder Handwerker bezahlt ihm monatlich fuͤnf Rupien. Dieſer Abgabe find ſelbſt die Taͤnzerinnen unterworfen, welche zu Hunderten dem Lager nachziehen. Sogar die Hiebe ſiehen un⸗ ter dem Schutz des Befehlshabers, wenn ſie mo⸗ natlich dafuͤr bezahlen.

Das Zelt des Miniſters ſteht neben jenem des Fuͤrſten, die andern Befehlshaber waͤhlen ihre Plaͤ⸗