Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

-(a3⸗

tung ſeiner Mannſchaft abhaͤngt, denn wenn dieſe in einem Gefechte geſchlagen werden, oder einen an⸗ ſehnlichen Verluſt erleiden ſollte, ſo waͤren alle ſei⸗ ne Hoffaungen vereitelt, weil der Fuͤrſt den erlitte⸗ nen Schaden auf keine Weiſe erſetzt. Uebrigens wird die Infanterie im Ganzen beſſer als die Reu⸗ terey bezahlt, und ein Musketier erhaͤlt in Hindo⸗ ſtan monatlich ſechs, in Dekan neun Rupien.

In den neuern Zeiten haben die Mahratten den groſſen Nutzen der Infanterie einſehen gelernt, und geben daher den diſciplinirten Bataillons einige Vorzüge vor der Reuterey, nur haͤlt es fuͤr ſie ſchwer, die nothwendigen Gewehre zu erhalten, weil die engliſch oſtindiſche Kompagnie den Verkauf aller Gewehre, und ſelbſt der unbrauchbaren in ih⸗ ren Beſitzungen verboten hat. Dieſes Verbot wird die indiſchen Fuͤrſten noͤthigen, ſelbſt Gewehrfabri⸗ ken anzulegen, wie es Seindiah ſchon gethan hat, der dadurch vortreffliche und viel beſſere Feuerge⸗ wehre erhaͤlt, als die gewöhnlichen europaͤiſchen ſind.

Der Befehlshaber der Artillerie bekleidet einen wichtigen und ſehr eintraͤglichen Poſten. Die Ka⸗ nonen der Mahratten ſind zwar ziemlich gut gegoſ⸗ ſen, allein die Lavettenraͤder ſind plump, beſtehen gewoͤhnlich aus einem ganzen, oder mehreren zu⸗ ſammengeſetzten Stuͤcken Holz, und nuͤtzen ſich, da ſie nicht beſchlagen ſind, auf den Maͤrſchen leicht ab; indeſſen haben einige Armeen doch ſchon gute, nach europaͤiſcher Art eingerichtete Lavetten. Die

H 2