Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
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Bajonets verſehen; man braucht zwar mehr Zeit zum Laden, ſchießt aber mit dieſen Flinten weiter und gewiſſer, als mit den gewoͤhnlichen. Anſſer ihren Flinten ſind die Nezibs auch noch mit Schild und Saͤbel bewaffnet, und bedienen ſich des letzte⸗ ren vorzuͤglich beym Angriffe.

Dieſe furchtbare Armee verſchaffte dem Sein⸗ diah in Hindoſtan ein groͤſſeres Anſehen, als je ein Fuͤrſt ſeiner Nation beſeſſen hatte; aber ſein Nach⸗ folger Dowlut Row Scindiah beſitzt nicht die Klug⸗ heit und das Anſehen ſeines Vaters. Seine Aus⸗ gaben uͤberſteigen ſeine Einnahme ſehr weit, ſein Land iſt erſchoͤpft, und bringt jetzt beynahe nichts hervor, weil es ſo lange der Schauplah von Raͤu⸗ bereyen und Unterdruͤckungen geweſen iſt. Jetzt iſt dieſem Fuͤrſten, um ſeine zahlreiche Armee zu er⸗ halten, kein anderes Mittel uͤbrig geblieben, als die Groſſen in Punah auszupluͤndern: dies hat ihm zwar groſſe Summen eingedracht, dieſer Zufluß aber kann nicht lange dauern, und iſt dieſe Quelle einmal erſchoͤpft, ſo muß ſein Reich zerfallen.

Von den uͤbrigen Mahrattenfuͤrſten ſcheint der Raja von Berar, Modaji Baſulo, ein Abkoͤmm⸗ ling des beruͤhmten Sevagi, ſein Land beſſer zu re⸗ gieren, und ein guter Haushaͤlter zu ſeyn. Er be⸗ herrſcht ein anſehnliches Gebiet, das nicht durch an⸗ dere mahrattiſche Beſitzungen zerſtuͤckelt iſt; ihm ge⸗ hoͤrt auch die Kuͤſte von Oriſa, und er miſcht ſich wenig in die Streitigkeiten von Punah oder die Haͤndel der andern Mahrattenfuͤrſten, ſondern