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er Veſſir des Grosmoguls, alſo in der That wirk⸗ licher Kaiſer von Indien; er gieng nach Puhna, um zugleich erſter Miniſter des Peiſchwah zu werden. Haͤtte er dieſe Wuͤrde erlangen koͤnnen, ſo waͤre ſein Anſehen und ſeine Macht groͤſſer geweſen, als die der indiſchen Kaiſer in der glaͤnzendſten Periode ihrer Herrſchaft. Ein Mann, der ſo ausgedehnte Plane entwarf, mußte auch nothwendig auf hinrei⸗ chende Mittel zu ihrer Ausführung denken. Er leg⸗ te Stuͤckgieſſereyen in Agra an, ließ in eignen Fa⸗ briken alle ſeine Gewehre verfertigen, und nahm mehrere europaͤiſche Offiziere in ſeine Dienſte; un⸗ ter dieſen war auch Herr de Boigne, ſein nachheri⸗ ger General der Infanterie, ein Mann von groſſen militaͤriſchen Talenten und ausgebreiteten politiſchen Kenntniſſen. Er war ſowohl im Kriege, als bey politiſchen Verhandlungen unermüdet, erweiterte Scindiahs Beſitzungen nach allen Seiten, und er⸗ warb ſich ein anſehnliches Vermoͤgen; die Armee, welche er fuͤr ſeinen Herrn zuſammenbrachte, beſtand aus etwa 20,000 Mann rexgulaͤrer Infanterie, 10000 Rezibs und 60000 gut geuͤbten Reutern, nebſt einem anſehnlichen Train Artillerie, der mit allen Erforderniſſen verſehen war.
Die Nezibs find mit bunten Flinten bewaff⸗ net und beſtehen aus Indiern und Rohillas. Die letztern haben nach der Zerſtoͤrung ihrer Staaten in den noͤrdlichen Gegenden von Auhd, groͤßtentheils bey Seindiah Dienſte genommen. De Boigne hat dieſe in Indien ſehr gewoͤhnlichen Flinten noch mit


