Nun wohl, erwiderte der Freiherr nach einer Weile Nachdenkens— es liegt in Euern Wor⸗ ten etwas, das mich zwingt, Euch nachzugeben. Ich will im Geheim mit der Fürſtin reden. Sie wird wahrſcheinlich meine Fürbitte wie eine Thorheit aufnehmen. Aber ich will es wagen. Wenn es ſich allein um mich handelte, um das, was er gegen uns verbrochen— meinetwegen könnte Euer Sohn in öſterreichiſcher Gefangen⸗ ſchaft oder auf Euerm Hofe daheim Reue und Leid über ſeine Schandthaten erwecken— aber....
Der Freiherr dachte an Bianca, deren Ge⸗ ſchichte Karl ihm früher erzählt hatte, und die⸗ ſer Gedanke machte ihm einen Schritt zu Gun⸗
ſten ſeines ehemaligen Leibeigenen ſchwer. Aber er ſprach den Namen des fremden Mädchens nicht aus, um den Vater Lambert's durch die Enthüllung ſeiner ſchreiendſten That nicht noch unglücklicher und hoffnungsloſer zu machen. Der


