Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

aber auch ohne das hätte ich nie vergeſſen, was ich Euch ſchuldig bin.

Das weiß ich, Schulze Kerſting wären viel ſo redliche Männer wie Ihr in der Welt, ſo wäre es beſſer beſtellt um uns Alle.

Und ſo, fuhr der Bauer fort, thut mir in meinem Kummer nicht auch noch das Leid an, daß ich Euch hart und taub gegen meine Bitte finde. Thut mir nicht das an, daß ich die Freiheit meines Sohnes Euch abkaufen muß. Laßt Euch in Euerm Alter nicht noch nachſagen, Ihr hättet um Geld gethan, was Ihr nicht aus freien Stücken mir zu Liebe gethan.

Der Freiherr ſah verwundert in das Geſicht des Bauers, und begegnete einem eigenthümlich durchdringenden Blicke.

Viel iſt untergegangen in dieſer ſchlimmen Zeit, ſagte der Schulze; laßt nicht auch das untergehen, was ich ſeit ſechszig Jahren Gutes von Euch gedacht habe, Herr.

18