Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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bewundernswerth ſein, wie du es vor ein paar Stunden wareſt, und zugleich ſo kleinlich, ſo kindiſch unverſöhnlich, ſo ſtrafwürdig thöricht jetzt!

Ein ſchmerzliches Zucken überflog Cöleſtinens ſchöne blaſſe Züge.

Sollen denn ewig jene boshaften Spötter Recht haben, welche in den Frauencharakteren ein chaotiſches Durcheinander edler Regungen und unvernünftiger Inſtincte, ſchöner Hingabe und unüberwindlichen Eigenſinns ſehen? Be⸗ denkſt du denn nicht, daß du einem Nichts, we⸗ niger als einem Nichts, einer Laune das ganze Lebensglück eines Menſchen opfern willſt, es in bittere Verzweiflung verwandelſt?

Cöleſtine konnte nicht länger vom Munde des Geliebten die tiefſte und klarſte Empfindung ihres Herzens ſchmähen hören. Sie erhob ſich und warf ſich lautſchluchzend an ſeine Bruſt, an dieſe theure Bruſt, in der ſo gar kein Ver⸗

ſtändniß für ſie herrſchte!