Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Karl fuhr erſchrocken, faſt entrüſtet empor. Chleſtine, rief er aus— eine tiefere Krän⸗ kung, ein furchtbareres Unrecht iſt nie einem Menſchen zugefügt worden! Sie verhüllte ihr Geſicht. Ich kann nicht anders. Das iſt nicht allein grauſam, das iſt rach⸗ ſüchtig, das iſt boshaft— Cöleſtine machte eine Bewegung mit der Hand, als wolle ſie ſeine Vorwürfe abwehren: Rachſüchtig! als ob ich ſelbſt nicht am Rande der Verzweiflung ſtände bei der Befriedigung dieſer Rachſucht— als ob ich mir dabei nicht das Grab und die Ruhe des Vernichtetſeins wünſchte! Wobei ſoll ich dir ſchwören— wozu meine Seele verdammen, daß ich nie— Still, ich ſah dich heute noch leichenblaß wer⸗ den bei dem Namen deſſen, der an Bianca frevelte! Sentimentale kranke Seele! ſagte Karl bit⸗ ter. Wie kann man ſo groß, ſo erhaben, ſo