Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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Der König ſchwieg, denn der Sturm ſeines In⸗ nern raubte ihm für den Augenblick die Fähigkeit zu ſprechen.

Auch Sophie war tief bewegt, als ſie dem Mon⸗ archen die Hand reichte.

Ich kann nicht anders, Majeſtät, ſagte ſie weh⸗ müthig,aber nie werde ich dieſe Stunde vergeſſen. Wenn die dankbaren Gebete Vieler, die Eure Majeſtät als ihren Wohlthäter verehren, zum Himmel ſteigen, ſo wird meine innige Bitte um Segen auf Ihr Haupt nicht fehlen. Leben Sie glücklich, Majeſtät!

Wir haben uns nicht zum letzten Male geſprochen, erwiderte gefaßter der König.Die Verwandtſchaft, die wir heute erſt entdeckten, können Sie vor der Welt verbergen oder verleugnen, aber die Hochachtung, welche von heute an den König und Sophie Warren verknüpft, iſt feſt und unlösbar. Leben Sie wohl!

Wenn derjenige, welcher ſich ſelbſt zu überwinden weiß, am berechtigtſten iſt, über Andere zu herrſchen, ſo war der junge Regent ein ſolcher echter Fürſt.

Trotz ſeiner Jugend übte er in dieſem Augenblicke auf das nicht leicht zu blendende ſtolze Mädchen die volle Gewalt der Majeſtät aus.

Unwillkürlich beugte Sophie das ſchöne Haupt vor ſo viel Seelengröße und Adel der Geſinnung; ihr war, Schubert, Die Jagd nach dem Glucke. II. 13