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ich ſeinen Namen erfahren? Er iſt gewiß meiner Freundſchaft würdig, da Sie ihn mit Ihrer Liebe be⸗ glücken.“
Der Lauſchende richtete ſich auf und verſchlang mit ſeinen Blicken das ſich entfernende Paar.
„Ja, er iſt ein edler Menſch“, ſagte Sophie, wie mit ſich ſelbſt redend,„wenn auch kein Titel ſeinem Namen voranſteht.“
„ Ich will ihn hervorziehen aus ſeinen beſcheidenen Verhältniſſen, Sie ſollen die Uneigennützigkeit meiner Freundſchaft kennen lernen“, betheuerte der König mit Wärme.
„Er iſt ein Mann“, verſetzte Sophie,„ein ganzer Mann. Was er geworden, verdankt er eigener Kraft, und ſein Stolz ertrüge es nicht, wenn ich die Gnade Eurer Majeſtät für ihn anriefe.“
„Sie ſind ein ſeltſames Weſen, Sophie; ſehen Sie jetzt, wie arm wir Könige ſind?“ klagte der Fürſt. „Tauſende drängen ſich um uns und entreißen uns durch Liſt und Schmeichelei Gaben, deren ſie unwerth ſind. Wollen wir einmal ſchenken, aus freiem Entſchluß, wol⸗ len wir Glückliche machen, ſo ruft man uns zu: Wirf Deine Schätze den Bettlern hin, wir ſind reicher als Du, denn wir haben, was mehr gilt als alle Kronen dieſer Welt, wir haben Liebe!“


