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ich, ſollte das verwandtſchaftliche Band unſere Freund⸗ ſchaft adeln und befeſtigen.“
Sophie liebte und die Liebe macht jedes Weib zur Hellſeherin.
Sie erkannte, daß die ehrfurchtsvollen Worte des Königs, vielleicht ihm ſelbſt noch unbewußt, ein leiden⸗ ſchaftlicheres Gefühl für ſie umhüllten.
Ein tiefes Mitleid erfaßte ſie mit dem hochherzigen, zartſinnigen Fürſten.
Hier gab es nur ein Mittel, ihn zu heilen, ein ſchmerzliches, aber gewiß wirkſames.
„Erfahren Eure Majeſtät und möchten Sie hierin den beſten Beweis meines unbegrenzten Vertrauens er⸗ blicken, was ich bisher ſogar der Mutter verſchwieg: ich liebe tief und wahr, unauslöſchlich und bin freudig bereit, für dieſe Liebe noch größere Opfer zu leiſten, als ich heute brachte. Kann ich einen Augenblick ſchwanken, wo es ſich um die Wahl handelt, an der
Seite eines geliebten Mannes in einfachen Verhältniſſen
glücklich zu ſein, oder ewig elend ohne ihn, im Glanze einer Stellung, für die ich nicht erzogen bin, der ich nicht den mindeſten Werth beilege?“
„Jetzt begreife ich Sie“, ſprach der König tonlos, indem er ſich erhob und langſam den Hügel mit Sophie hinabſtieg.„Und wer iſt der Beneidenswerthe? Darf


