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empören. Denn Amor, der boshafte Schalk, beauf⸗ tragte die Geiſter des Windes, die auf beflügelten Schwingen den Schall durch die Lüfte tragen, nur ein⸗ zelne, aus dem Zuſammenhang geriſſene Theile des Geſprächs an das Ohr des Lauſchers gelangen zu laſſen.
„Noch einen Grund“, ſagte der König zu Sophie, „muß ich gegen Ihre Bitte geltend machen, ſo ſelbſt⸗ ſüchtig er iſt und ſo ſehr Sie ihn auch verdammen mögen. Sie wiſſen, daß ich vom erſten Augenblicke, wo ich Sie ſah, mich zu Ihnen hingezogen fühlte; Sie wiſſen auch, wie rein, fern von jeder ſinnlichen Leiden⸗ ſchaft, dieſes Gefühl iſt; einmal gab ich dieſer Sym⸗ pathie Ausdruck in jugendlicher Unerfahrenheit, Sie haben mir verziehen; auch enthielt jenes Gedicht nichts, was Sie beleidigen konnte. Die Freundſchaft, um welche ich bat, haben Sie zugeſagt, und Sie durften es; daß Sie mir mein Gedicht zurückgaben, war in der Ord⸗ nung und Ihr Benehmen hat nur meine Achtung vor Ihnen erhöht. Die Welt glaubt an nichts Edles, und ich bin ein König. Könige haben ja kein Privatleben, ſie dürfen nicht empfinden, nur handeln. Wie die Schau⸗ ſpieler ihre Rolle, ob ſie ihrem Naturell entſpricht oder nicht, vor einem hart urtheilenden Publikum herſagen
müſſen, ſo iſt jedes Wort, jede Miene, jedes perſönliche


