Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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der rothen Brieftaſche gezeigt, ja durch Vorlegung ge⸗ fälſchter Documente ihn hinters Licht zu führen ver⸗ ſucht habe. Doch blieb dies eine Vermuthung. Wer vermochte ſich zu verbürgen, daß die rothe Brieftaſche, von welcher die Briefe der Baronin Karoline Billmann an Mr. Brown ſprachen, dieſelbe ſei, welche der ver⸗ ſtorbene König in ſeinen vertraulichen Mittheilungen erwähnte?

Von Räthſeln umgeben, deren Löſung höchſt ſchwierig ſchien und möglicherweiſe peinliches Aufſehen erregen konnte, kam dem König Sophiens Bitte, ihr den Taufſchein des Vaters auszuhändigen, eigentlich wie eine Hülfe in höchſter Noth. Er hatte den Tauf⸗ ſchein im Arbeitszimmer Mr. Browu's zu ſich geſteckt, um ihn, obwohl er an deſſen Echtheit glaubte, von ſeinem Hofadvocaten genau prüfen zu laſſen; wenn er jetzt den Schein Sophie übergab, ſo war damit dieſe Angelegenheit, inſoweit ſie ſein thatkräftiges Ein⸗ ſchreiten erforderte, ein⸗ für allemal beſeitigt, da Sophie wiederholt betheuerte, ſie werde niemals Gebrauch von ihren Rechten machen, ſondern den Taufſchein ver⸗ nichten.

Freilich blieb dem König noch die Verpflichtung, von Graf Ultritz Rechenſchaft und Aufklärung zu for⸗ dern, dies konnte aber dann in einer Weiſe geſchehen,