Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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Durfte er gegen ihren Willen ihr den Titel einer Gräfin Borowieff aufdringen?

Der junge Fürſt war aufs tiefſte erſchüttert, ſein Glaube an die Menſchheit wankte. Die Aufzeichnungen ſeines Vaters bewieſen die Exiſtenz eines natürlichen Sohnes, ja ſie gaben als ſeinen wahren Namen Feodor Borowieff an; der jetzt entdeckte, wieder gefundene Taufſchein widerſprach jedoch völlig andern Ausſagen der Aufzeichnungen, welche die Identität des im Klo⸗ ſter erzogenen Knaben mit Sophiens Vater wieder ſehr in Frage ſtellten und auf ganz andere Spuren lenkten. S

Namentlich wieſen die Aufzeichnungen des ver⸗ ſtorbenen Königs darauf hin, daß eine rothe, in Gold gefaßte Brieftaſche, welche wichtige, dieſe Angelegen⸗ heit betreffende Papiere enthielt, ihm geſtohlen wor⸗ den ſei.

War der Taufſchein echt, woran der junge Monarch nicht zweifelte, ſo hatten unverſchämte Betrüger ſeinen Vater hintergangen, und der Verdacht, daß Graf Ultritz und deſſen verſtorbener Vater, der Polizeiminiſter, in das Geheimniß verwickelt, ja die Urheber des Betrugs ſeien, gewann neue Nahrung.

Mr. Brown hatte offen die Anſicht ausgeſprochen, daß Graf Ultritz dem König nicht den ganzen Inhalt