den Rechten ihrer Geburt zu entſagen, vielmehr erblickte ſie das größte Unglück in der Ausſicht, daß ſie nicht mehr das einfache Fräulein Warren, die Tochter eines Kaufmanns ſein ſollte.
„Ich ſchwöre, und Gott hört meinen Eid“, rief ſie feierlich und reichte der Baronin und Mr. Brown die Hände,„daß ich nie einen andern Namen als Sophie Warren führen werde!“
Beſtürzt, unfähig, einen Rath zu geben, ſtanden die Zeugen des Schwures jetzt neben dem Mädchen. Auf eine ſolche Wirkung ihrer Mittheilung waren ſie nicht gefaßt geweſen.
„Du biſt Herrin Deiner Handlungen; ich erkenne es, Du biſt von heute an mündig“, ſprach die Baronin. „Vielleicht haſt Du das Richtige erwählt; verſtehe ich auch Deine Beweggründe nur halb, Deine Handlungs⸗ weiſe iſt ungewöhnlich und großherzig. Zu der Liebe, die ich ſtets für Dich hegte, als Du noch ein ver⸗ laſſenes Waiſenkind warſt, tritt jetzt die Achtung, die Bewunderung.“
Weinend warf ſich Sophie an die Bruſt der Mutter, die ſie jetzt neu wiedergewonnen, und bedeckte ihr Geſicht mit zärtlichen Küſſen.
„Aber der König! Was ſoll man dem Könige ſagen?“ klagte jetzt Mr. Brown, der, als Politiker an


