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der Geltendmachung ihrer Anſprüche hervorgehen mußten.
Das ſeltſame Mädchen blieb unerſchütterlich.
Wohl ſah ſie Glanz und Pracht, Ueberfluß und Vornehmheit winken, aber dann war ihr der geliebte Mann verloren. Nun und nimmer, glaubte ſie, würde Karl ihr die Hand zum Bunde für das Leben reichen, wenn ſie ſocial ſo hoch über ihm ſtand. Was galt ihr die Hoheit der Geburt, ein beneidetes Leben bei Hofe als Verwandte eines Königs, wenn Karl, der Mittel⸗ punkt all ihrer Träume und Wünſche, nicht ebenbürtig ihr zur Seite ſtehen konnte!
Der Gedanke, ihn zu verlieren, der ihr makellos, rein und edel, ein echter Mann, erſchienen war, den ſie mit dem ganzen Feuer ihrer Seele, mit der Glut und Hingebung ihrer heißen ſüdlichen Natur liebte, war ihr entſetzlich. Ja, hätte auch eine Krone ihr Haupt geſchmückt, ſie würde ſie jubelnd weggeworfen haben als eine Laſt und wäre in Karl's Arme geeilt.
Vielleicht nennt man dieſen Entſchluß Sophiens eine Schwärmerei, eine übertriebene Opferfreudigkeit, ſie aber ſchwärmte nicht, ſie liebte wirklich.
In ihrem Herzen hatte nichts Anderes Raum neben dem einen allmächtigen Gefühl, es koſtete ſie kein Opfer,


