Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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Wo finde ich den König? Führt mich zu ihm, ſprach haſtig Sophie.

Er iſt gegenwärtig in meinem Arbeitszimmer und prüft den Taufſchein und lieſt die ſorgfältigen Berichte, die ich im Laufe der Jahre über meine Nachforſchungen, über das Schickſal Deines Vaters und das Deine zu⸗ ſammentrug. Heute, hier auf dem Balle, kann Dir der Monarch unmöglich eine Audienz bewilligen.

Ich muß den König ſprechen, heute noch, ent⸗ ſchied Sophie mit faſt fieberhafter Energie.Ich will den Titel einer Gräfin Borowieff nicht tragen. Sein eigener Vater, der verſtorbene König, ſchämte ſich des Sohnes, meines unglücklichen Vaters und begrub ihn in einem Kloſter. Wohl meinem Vater, daß er in glücklicher Unwiſſenheit über ſeine Abſtammung die Augen ſchloß. Nein, Mutter, Dein Kind, Deine Tochter laß mich bleiben. O, verſtoßt mich nicht, werft mich nicht hinaus in die große Welt, laßt mich der zweifelhaften Ehre entſagen, die Verwandte eines Königs zu ſein. Ich will es nicht, bei dem Gedächtniß meiner Aeltern, ich will es nicht!

Mr. Brown und die Baronin verſäumten nicht, Sophiens Ausſpruch mit allen Gründen der Ver⸗ nunft zu widerlegen, und vergaßen keinen der Vortheile mit hellen Farben zu ſchildern, welche für Sophie aus