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Eine Pauſe trat ein.
Tiefe Stille herrſchte in dem dunklen Garten. Der Lichtſchein der erleuchteten Front des Palaſtes drang nicht durch die dichten Ranken des Geißblattes und der wilden Reben, welche die Bank umgaben, auf welcher Sophie nach Ruhe, nach klarem Verſtändniß rang.
„Unmöglich, Onkel“, ſagte endlich langſam das Mädchen,„Du mußt Dich täuſchen.“
„Kein Zweifel waltet ob“, verſetzte Mr. Brown.
„Und wer war meine Großmutter?“ fragte Sophie bebend.
„Nur ihren Namen enthält der Taufſchein; ſie hieß Marie Corniani. Der verſtorbene Monarch, der mit ihr durch einen Prieſter zur linken Hand getraut wurde, lebte damals incognito unter dem Namen eines Grafen Borowieff in Rußland. Du haſt das Recht, dieſen Namen zu tragen. Unſer junger König wird Dir, ſeiner Nichte, denſelben nicht verweigern.“
„Und kennt der König den Sachverhalt?“ fragte jetzt die Baronin.
„Ja, er kennt ihn. Er ſagte mir, daß er aus hinterlaſſenen Aufzeichnungen ſeines Vaters, die er ganz zufällig erſt vor einigen Tagen auffand und durchſah,
wiſſe, daß Marie Corniani todt ſei.“ 12*


