Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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mit Graf Ferdinand von Ultritz ins Vernehmen ſetzen müſſen. Da ſei gelegentlich die Sprache auf jenes Findelkind und ſein Verſchwinden aus dem Kloſter ge⸗ kommen, und Graf Ferdinand habe auf Bitten des Abtes hin verſprochen, in Deutſchland nach jenem Borowieff zu forſchen. Obgleich alle Recherchen erfolg⸗ los blieben, ſei doch alljährlich vom Kloſter eine Anfrage, wie eben jetzt, an die Adreſſe des Kammerdieners ge⸗ kommen und ebenſo eine verneinende Antwort abgeſchickt worden.

Weiter war aus dem alten Friedrich vorerſt nichts herauszubringen. Was ſollte ich beginnen? Dem Grafen Ferdinand zu eröffnen, daß in Dir ein Nach⸗ kömmling Borowieff's lebte, wagte ich nicht; ich hatte Grund, ihm ſchlimme Umtriebe zuzutrauen, ja eine Ahnung, ein untrügliches Gefühl beſtimmte mich, gerade vor ihm Deinen Familiennamen geheim zu halten. Ich vermuthete, daß der Abt von dem Kammerdiener Fried⸗ rich wahrſcheinlich durch Geld bewogen worden ſei⸗ jedem Dritten weitere Auskunft über jenen Feodor Borowieff zu verweigern und alle Nachforſchungen ihm allein zu überlaſſen. Als wir Dir vor zwei Jahren eröffneten, daß Du keine Billmann ſeieſt, da täuſchten wir Dich über Deinen wahren Familiennamen, weil

ich ſchon damals fürchtete, mächtige Feinde würden Schudert, Die Jagd nach dem Glücke. II. 12