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ſeine Neugierde zu befriedigen; auch hatte ich Deinem Vater verſprochen, dem Abte gegenüver zeitlebens tiefes Stillſchweigen zu beobachten. Der Arm der Geiſttlichkeit reicht weit in der Welt, das Kloſter hätte Deinen Vater als Leibeigenen oder wenigſtens als Unterthan requiriren können, ſobald man ihn entdeckte. Doch höre weiter.“
Ich nahm den alten Friedrich ins Gebet. Theils durch Drohungen, theils durch Beſtechung ſeiner Hab⸗ ſucht bewog ich ihn, daß er ſich zum Empfang jenes Briefes, den er anfänglich verleugnete, bekannte und ihn mir auslieferte. Derſelbe war von dem Abte des Kloſters unterſchrieben, enthielt aber nichts als die Anfrage an den alten Friedrich, ob über den Aufenthalt des einſti⸗ gen Findelkindes Borowieff oder deſſen Nachkommen etwas bekannt geworden ſei. Auf meine Erkundigung, woher Friedrich von der Exiſtenz jenes Borowieff wiſſe und in welcher Beziehung er zu dem Abte ſtehe, erklärte der Kammerdiener, daß Graf Ultritz bei ſeiner letzten Anweſenheit in Rußland, wo er die Erbſchaft für ſeinen Vater erhoben, den Abt kennen gelernt habe. Der Erblaſſer, Graf Cronoff, ein Onkel der erſten Frau des Polizeiminiſters Graf Ultritz, hatte jenem Kloſter am ſchwarzen Meer ein bedeutendes Legat ver⸗ macht; zur Flüſſigmachung deſſelben habe ſich der Abt


