Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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Er hatte ſchon im Kloſter ein gutes Fundament zu ſeiner Bildung gelegt und ſtudirte ſtrebſamen Geiſtes nebenher jetzt fort, ſodaß er bald für einen der un⸗ terrichtetſten jungen Männer und die Zierde aller ge⸗ ſelligen Kreiſe Calcuttas galt.

Die Tochter Deines Großvaters, ſprach die Ba⸗ ronin, eiligſt ſich des Wortes bemächtigend,Deine Mutter, war inzwiſchen herangewachſen und zu jener Zeit unbeſtritten das ſchönſte Mädchen in Caleutta. Der alte van der Bölte wollte hoch mit ihr hinaus, ſie aber war nicht gleichgültig für die Werbungen Dei⸗ nes Vaters geblieben.

Van der Bölte wollte jedoch durchaus nichts von einer ſolchen Heirath wiſſen, fuhr Mr. Brown fort; er entließ jetzt Deinen Vater, der ihm zehn Jahre treu gedient, aus ſeinem Geſchäfte. Van der Bölte war eben alt geworden, er erinnerte ſich nicht mehr, wie heftig das Blut in den Adern der Jugend brauſt, obwohl der eigenſinnige Sonderling ſelbſt ſeiner Fa⸗ milie zum Trotz eine Eingeborene, eine wegen ihrer wunderbaren Schönheit berühmte Indierin zum Weibe genommen.

Daher ſtammen die lieben, herrlichen Augen mei⸗ ner Sophie, ſchaltete die Baronin ein, die Pflege⸗ tochter feſter an ſich drückend.