170 kel, das über der Herkunft Deines Vaters ſchwebte, jetzt erhellt.“—
Sophie warf ſich in die Arme der Baronin, welche zärtlich das ſchöne Mädchen umſchloß und küßte.
„Was ſprichſt Du?“ verſetzte Sophie.„Ich habe meine Aeltern nie gekannt, auf Dich und Mr. Brown alle Liebe, die ich ihnen ſchulde, übertragen.“
„Dein Vater“, nahm Mr. Brown wieder das Wort,„kannte ſeine Aeltern ebenfalls nicht. Er war als ein Findelkind in einem ruſſiſchen Kloſter am ſchwarzen Meere erzogen worden, entſprang jedoch als ſechzehnjähriger Knabe dem ihm unerträglichen Zwange und ging als Matroſe auf einem Schiffe nach Indien. Um allenfallſige Verfolgungen auf falſche Spur zu leiten, änderte er den im Kloſter geführten Namen und nannte ſich Warren. Auf einer ſeiner Fahrten lernte ihn ein Kaufherr aus Calcutta kennen und nahm ihn in ſein Geſchäft.“
„Das war mein Großvater mütterlicherſeits, Herr van der Bölte, nicht wahr?“ unterbrach Sophie den erzählenden Greis.
„Ganz richtig, der alte van der Bölte“, beſtätigte Mr. Brown,„ein tüchtiger Kaufmann und ein wackerer Menſch, wenn auch etwas Sonderling. Bei ihm er⸗ lernte der junge Mann alles zu ſeinem Berufe Nöthige.


