Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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nicht gleich die feierliche Stimmung, womit die Mut⸗ ter und der Großonkel ſie aufforderten, die Terraſſe zu verlaſſen und mit in den Garten zu kommen, da ſie ihr insgeheim eine wichtige Eröffnung zu machen hätten.

Befremdet blickte ſie die Beiden an, und nun fiel ihr auf, daß die Baronin ſie ſo beſorgt, faſt wehmüthig anblickte und daß die Stimme des Großonkels ſo zag⸗ haft und zitternd klang. Sie befürchtete, dieſe zwei Weſen, die theuerſten, die ſie auf Erden beſaß, hätten ihre Liebe zu Karl errathen und billigten dieſelbe nicht; ſie warf ſich vor, ſo lange geſchwiegen zu haben, jetzt mußte ſie vielleicht einen harten Kampf um ihre Ein⸗ willigung ausfechten, welche bei gehöriger Vorbereitung und vertrauensvoller Mittheilung ihr nicht verſagt ge⸗ blieben wäre.

Du weißt ſeit zwei Jahren, Sophie, begann Mr. Brown, als ſie im dunkelſten Theile des Gartens ſich auf einer Bank niederließen,daß meine Nichte hier nicht Deine Mutter iſt, daß wir Dich, die Tochter eines Freundes, zu uns nahmen, nachdem Deine Aeltern in der indiſchen Revolution verunglückt waren.

Nie, niemals, fiel die Baronin ein, als Mr. Brown ſtockte,hätte ich geſtattet, die traurige Ver⸗ gangenheit zu berühren, denn Du biſt meinem Herzen ſo theuer wie mein eigenes Kind, wäre nicht das Dun⸗