Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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ſer Hand geſchnitzt, nieder. Es war höchſte Zeit geweſen, denn zum zweiten Mal ſchlug der Blitz in die rauchende Fichte. Nirgends war Hülfe zu finden; draußen tobte das Unwetter, alles Lebende hatte ſich unter ein Obdach geflüchtet. Sollte Heinrich das Mädchen allein laſſen, nach dem Schloſſe eilen und Hülfe herbeiholen? Mit aller Kraft ſeiner Lungen rief er Wilhelm, den Couſinen, dem Rittmeiſter, doch vergebens! Bei der Kränklichkeit Mariens konnte der Unfall üble Folgen haben; Heinrich machte ſich Vorwürfe, daß er das Fräulein nicht abgehalten hatte, die Partie mitzumachen, daß er es gewagt, ihr ſeine Gefühle zu verrathen. Er dachte jetzt nur wieder an die Ange⸗ betete; ſeine heiße Liebe machte ihn ſelbſtlos. Er redete ſich ein, um den Preis ihrer Ruhe und ungeſtörten Geſundheit wäre er fähig, Marie auf immer zu ent⸗ ſagen. Doch all dieſe Gedanken halfen ja nicht über die Mißlichkeit der gegenwärtigen Lage hinweg; das Mädchen lag kalt und ſtumm da. Heinrich raffte nun ein paar Teppiche zuſammen,

die auf den Betſtühlen lagen und breitete ſie über die Ohnmächtige; dann beſchwor er ſie mit den zärtlichſten Namen, aber ſie regte ſich nicht. Da that er, was

auf die Stufen des Altars