Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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Der furchtbare, von einem gewaltigen Krach be⸗ gleitete Feuerſtrahl drang blendend und wie verſengend in die Augen, ſodaß ſelbſt Heinrich einige Sekunden lang davon betäubt blieb; als er ſich wieder gefaßt hatte, ſah er Marie ohnmächtig zu ſeinen Füßen lie⸗ gen. Er hob behutſam die Bewußtloſe auf und trug ſie mit kräftigem Arm von dem brennenden Baum hin⸗ weg nach dem einſamen Kirchhof, der auf einem kleinen Hügel ganz am See, einige fünfzig Schritte vom Wege entfernt, lag.

In die kleine Kapelle, welche wenigſtens vor dem Regen ſchützte, trug er die theure Laſt. Mariens Haupt ruhte auf ſeiner Schulter, ihre langen weichen Locken umſpielten ſeine Wangen. Obwohl er mühſam die kleine Anhöhe erklimmen mußte, wünſchte er dennoch, er dürfte immer ſo weiter wandern mit der geliebten Bürde bis dahin, wo keine menſchliche Macht ſie ihm mehr ſtreitig machen könnte.

Einen Augenblick erfaßte ihn das Verlangen, die bleichen Lippen des edlen Antlitzes zu küſſen, aber dieſer Gedanke war ein Frevel; ſeinem Schutz war Marie anvertraut ſie war beſinnungslos!

Mit verdoppelter Anſtrengung erreichte er die Kapelle und legte das lebloſe Mädchen vor dem Marienbild, von ungeübter, aber nicht talentlo⸗