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nicht aufregen durfte. Vielmehr gehorchte er dem leb⸗ haften Drange ſeines Innern und ſuchte ihr Muth und Troſt zuzuſprechen.
„Ich war früher noch kränker“, flüſterte die Ba⸗ roneſſe,„es iſt wahr, die Ohnmachtsanfälle traten häufiger auf; vielleicht überwinde ich dieſe Krankheit mit der Zeit, vielleicht endet ſie einmal plötzlich mein Leben; ich bin herzkrank, das iſt nur zu gewiß; ein großer Schmerz würde mich tödten.“
„O reden Sie nicht ſo ernſt!“ bat Heinrich.„Sie dürfen ſolche Gedanken nicht aufkommen laſſen. Heute iſt es nur das Gewitter, das Ihre Nerven abſpannt.“
„Nein, es iſt etwas Anderes“, hauchte Marie, indem eine tiefe Röthe ihr Antlitz färbte.„Vetter Theodor hat während der heutigen Fahrt über den See um mein Jawort zu unſerer zwiſchen den Vätern längſt abgemachten Verbindung gebeten.“
„Und Sie haben zugeſagt?“ ſtotterte Heinrich bebend.
„Ich erklärte dem Vetter, daß ich ihn nicht liebe. Aber mein Vater gab ſein Wort; er iſt ſchwach. Nun wiſſen Sie, was mich heute verſtimmt, ich habe mich gegen Sie ausſprechen müſſen. Sie werden mein Ver⸗ trauen ehren, Sie ſind mein einziger verläſſiger Freund.“
„Ja, Fräulein Marie“, betheuerte Heinrich, ich


