ſeiner Hand geſchriebenen genauen Rapporten über die Stärke des Heeres, die Volksſtimmung, die Einzelheiten des Volkslebens am Ende gar eine Art Verrath erblicken.
Offenbar hatte der Miniſter anfangs dieſen Mr. Brown bedeutend unterſchätzt, ſich allzu ſicher einem ein⸗ fachen Privatmann gegenüber gefühlt; nun entdeckte er freilich, wie gut Mr. Brown den Satz ſtudirt zu haben ſchien: Kleine Urſachen, große Wirkungen.
Einen Beweis dieſes Satzes hatte der Miniſter ſchon an ſich erfahren müſſen.
Der König war ihm gegenüber zum erſten Male ſelbſtſtändig aufgetreten, indem er ſich weigerte, die von dem Miniſter vorgeſchlagenen Cavaliere als ſeinen Reiſehofſtaat mitzunehmen; ſelbſt Graf Theodor, den Sohn des Miniſters, ſtrich er von der Liſte. Daß er damit dem treuen, ergebenen Adjutanten nicht hatte weh⸗ thun wollen, ſprach er durch deſſen Beförderung zum Rittmeiſter aus. Dennoch war es eine Art Zurück⸗ ſetzung.
Hinter dieſen Anſchlägen ſteckte vermuthlich Prin⸗ zeſſin Eliſabeth, und der Miniſter wußte, daß Mr. Brown zweimal in der Reſidenz von der Prinzeſſin empfangen worden war, angeblich um mit ihr über den Bau von Arbeiterwohnungen zu berathen.
Der Miniſter bot natürlich Alles auf, den


