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ſodaß ſein Wille ſeiner Umgebung zum Geſet wurde, ſchien ihn nicht verlaſſen zu haben. Selbſt Marie, die verwöhnte und hochmüthige Baroneſſe, konnte ſich ihm nicht ganz entziehen. Es entging dem lauernden Auge des Hofmeiſters nicht, daß Marie ſich nur un⸗ willig dem Regimente der Tante Kathrin fügte, die den ſchwachen Baron völlig beherrſchte.
Heinrich war erſt wenige Tage im Hauſe, aber durch hingeworfene Aeußerungen, durch aufgefangene Worte errieth er, daß Tante Kathrin Alles aufbot, Marie für eine Verbindung mit dem jungen Grafen Ultritz günſtig zu ſtimmen. Er wagte es nun, das bedrängte Mädchen vor dem Miniſter und Tante Kathrin zu warnen.
Anfangs fühlte ſich Marie verletzt, daß ein be⸗ zahlter Diener— ein ſolcher war in ihren Augen der Hofmeiſter des Vetters— ſich erdreiſtete, ihr Rathſchläge zu geben und ſich in Angelegenheiten zu miſchen, die ihn nichts angingen; aber Heinrich trug eine ſo tiefe Ergebenheit, einen ſo ſelbſtloſen Eifer zur Schau, er ſchien ſo männlich, ſo verſchwiegen, ſo ehrfurchtsvoll, daß ſie in ihrer Verlaſſenheit milder über ihn zu denken begann.
Das Geheimniß des Tagebuchs laſtete auf ihrer Seele, ſie ſehnte ſich nach einem Vertrauten, nach ei⸗
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