Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Reich and angeſehen wollte er werden, gleichviel auf welchem Wege.

Das Vertrauen des Barans errang er ſich raſch, da der junge Wilhelm unter ſeiner energiſchen Leitung ganz merkwürdige Fortſchritte machte. Der junge Menſch war nicht ohne Gaben, bisher war ihm nur nie der rechte Ernſt gezeigt worden. Heinrich, vor dem auf der Univerſität alle Collegen gezittert hatten, wußte dem Knaben ſo zu imponiren, daß die⸗ ſer durch raſtloſen Fleiß ſich die Zufriedenheit des ſtrengen Hofmeiſters zu erwerben ſuchte.

In die feinen geſelligen Formen des Hauſes fand ſich Heinrich ſchneller, als er ſelbſt gedacht.

Stolzen und ehrgeizigen Naturen iſt die Etikette, die alles Niedrige und Aermliche aus ihrem Kreiſe verbannt, keine Laſt, ſondern eine Wohlthat.

Tante Kathrin gewann Heinrich durch die Selbſt⸗ ſtändigkeit und Zurückhaltung ſeines Weſens. Waren die beiden Charaktere ſich doch innerlich verwandt; unter einer ruhigen, kühlen Außenſeite barg ſich ein leidenſchaftliches Gemüth, das die einmal erfaßten Wünſche nicht mehr aufgab.

Beide hatten Grund, ſich argwöhniſch zu beobach⸗ ten, aber Heinrich trug den Sieg davon.

Der Zauber, den er auf der Univerſität geübt,