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ſelig, war ein halbes Kind, als Sie Ihrem Sohne das Jawort gab. Er warb ſo ſtürmiſch, das ſchmei⸗ chelte ihrer Eitelkeit; ſie hat ihn vielleicht auch geliebt; mein Gott, junge Mädchen ſind romantiſch, Gräfinnen aber kommen in der Regel ſchneller zur Beſinnung. Ihr Herr Sohn war nicht in der Lage, meiner Schwe⸗ ſter eine ſichere Exiſtenz zu bieten, denn jeden Augen⸗ blick konnte er als Mitglied eines Geheimbundes. der ſich gegen die Monarchie verſchworen, verhaftet werden; das republikaniſche Complot war verrathen, in Deutſch⸗
land war ſeines Bleibens nicht— er mußte fliehen.
Meiner Schweſter ſtanden die glänzendſten Partien des Landes offen, ſie hing an der Heimat— wer kann es ihr verargen, daß ſie nicht die Kraft fand, ein vor⸗ eilig gegebenes Verſprechen zu erfüllen?“
„Und Sie ſelbſt, Herr Graf“, fragte der Greis, „haben keinen Einfluß auf die Handlungsweiſe Ihrer Schweſter geübt?“
„Keinen andern, als daß ich ihr völlige Freiheit ließ, zu entſcheiden, ob ſie Mrs. Brown oder Baronin Billmann werden wolle. Sie haben doch ſchwarz auf
weiß ihren Entſchluß geleſen? Ihr Herr Sohn hat
Ihnen doch wohl den Abſagebrief gezeigt?“ „Allerdings. Noch auf dem Todtenbette las ihn
der arme unglückliche Junge, der die Treuloſe nie


