Teil eines Werkes 
2. Band (1835)
Entstehung
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vom Throne auf, ſtieß einen durchdringenden Schrei aus, den wie man behauptet alles auf den zehn Quadrat⸗Meilen zuͤſammenge⸗ draͤngte Volk vernahm, und ſank ohnmaͤchtig in die Arme ihrer Frauen..

Wir kennen ſeinen Anzug, ſehr edle Reichs⸗ wuͤrden fuhr der Ober⸗Bramin fortaber wie vermoͤgten wir in dieſem Gegenſtande den Juͤngling ſonder Schmarre noch Makel zu er⸗ kennen? Es iſt des Himmels Wille! fuhr er fromm ſich verneigend fort. In eben der

frommen Weiſe erwiederten alle Großen des Reiches:es iſt des Himmels Wille.

Ich ſage, fuhr der Ober⸗Bramin fort,dies muß deshalb zugelaßen ſeyn, weil die Prinzeßin ihre Wahl nicht dem Willen ihres Vaters ge⸗ maͤß traf; ſondern gottloſer Weiſe dem Zufalle uͤberließ, was eigener, freier Wille ſeyn ſollte. Zeigt ſich hier nicht deutlich die Hand und der Finger der Vorſehung?

Alle Reichswuͤrden verbeugten ſich tief und erklaͤrten die Hand und der Finger der Vorſe⸗ hung waͤren unverkennbar; waͤhrend die Stum⸗ men welche ſehr wußten, daß ihre Haͤnde und ihre Finger die That veruͤbten, ſo gut es gehen wollte mit den Überbleibſeln ihrer Zungen ſpoͤttelten.