Teil eines Werkes 
2. Band (1835)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

222

ganz Suffra dabei betheiligt war, erſchien auch ganz Suffra. Die Sonne ſtand beinahe im Zenith, blickte faſt neidiſch auf dieſes Schauſpiel herab, und verſengte die Koͤpfe der guten Leute von Suffra, deren Haͤupter das Land auf zehn Quadrat⸗Meilen gleichſam pflaſterten; da erſchien die reizprangende Prinzeßin Ba⸗ be⸗bi⸗bo⸗bu, von ihren Ehren⸗Jungfrauen und den Großen des Reiches, den Executoren des Teſtamentes ihres Vaters umgeben, in der gro⸗ ßen Audienz⸗Halle. An der Spize war der Ober⸗ Bramin, der unter der Menge ſeinen Sohn Mezrimbi aͤngſtlich ſuchte, weil der an dieſen Morgen nicht vor ihm erſchienen war. Endlich erſpaͤhete er ſein reiches Gewand, ſeinen Man⸗ tel, ſeinen Turban und ſeinen mit Edelſteinen geſchmuͤckten Krumm⸗Saͤbel; ſein Geſicht war aber von einem Schawl umhuͤllt, und der Ober⸗

Bramin laͤchelte uͤber ſeines Sohnes geiſtvol⸗ len Anſchlag, der ſein eigenes ſchoͤnes Antliz

zugleich mit dem des nun durchſchmarrten

Acota enthuͤllen wuͤrde.

Nun gebot der Schall von tauſend ſchmet⸗

ternden Trompeten und das Abfeuern von zwei tauſend Artillerie⸗Geſchuͤzen Stillſchwei⸗

gen; zehn Quadrat⸗Meilen voller Volks wie⸗