Teil eines Werkes 
3. Band (1835)
Entstehung
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Fuͤßen gegen den Boden, nahm ſeine Richtung fuͤr einen zweiten Streich parallell mit dem erſten, und bald war ihre ganze Ruͤckenhaut in duͤnne Streifen abgeſchaͤlt, die zum groͤßeren Theile an ihrer untern Bekleidung feſthingen. Vor Entſezen wurde ich ohnmaͤchtig lange vor Beendigung der Strafe.Gott im Himmel! dachte ichdie Baſtonade und die ſeidene Schnur habe ich ausgeſtanden, aber im Ver⸗ gleich zu dieſer Scheußlichkeit war beides Gnade. Iſt denn kein Gott im Himmel, um ſolche despotiſche Grauſamkeit zu beſtrafen?

Meine Herrin war nicht todt; die Wund⸗ ärzte bekamen den Befehl ihr die groͤßte Aufmerk⸗ ſamkeit zuzuwenden, damit ſie hergeſtellt wuͤrde; und mich beduͤnkte dieſe Aufmerkſamkeit des Be⸗ herrſchers, gewißermaßen eine Suͤhnung ſeiner barbariſchen Haͤrte. Aber, o gerechter Gott! ſie ward nur wieder in das Leben gerufen um deſto grauſamer beſtraft zu werden; kaum war ſie ſo weit geneſen, daß ſie eine Verſtuͤmmlung ertragen konnte, als man ihr die Zunge aus⸗ ſchnitt und ſie in die Eisgefilde verbannte!

So wurde meine reizende Herrin eines bloßen

III. 19