Teil eines Werkes 
3. Band (1835)
Entstehung
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hoͤheten Geruͤſte auf welchem ſie ihre Strafe erleiden ſollte, im einfachen Morgenanzuge, der dazu beitrug, ihre Schoͤnheit noch mehr zu er⸗ heben. Die milde Freundlichkeit ihrer Zuͤge ge⸗ wann ihr das Mitleid derer die gewohnt waren die Befehle des despotiſchen und grauſamen Herrſchers unbedingt zu vollziehen. Jung, leb⸗ haft, bewundert, von Jedermann geſucht und mit Liebkoſungen uͤberhaͤuft, vornehmen Stan⸗ des und reich an irdiſchen Guͤtern ſtand ſie hier, nicht laͤnger umgeben von den Aufmerkſamkeiten und Huldigungen die ihren Talenten, ihrer Schönheit und ihrem durchdringenden Geiſte gebuͤhrten, ſondern unter der Beruͤhrung ſtren⸗ ger Henker.

Voller Staunen blickte ſie auf dieſe, ſchien zu bezweifeln, daß aͤhnliche Vorbereitungen zu ihrer Beſtrafung getroffen ſeyn ſollten. Einer der Henker zog ihr einen mit Pelzwerk gefuͤtterten Kragen ab der ihren Buſen bedeckte; ihre Sitt⸗ ſamkeit ſchreckte, ſie ſtarrte einige Schritte zu⸗ ruͤck erbleichte, zerfloß in Thraͤnen. Bald wurde ihre ganze Bekleidung ihr abgezogen, in wenigen Sekunden ſtand ſie bis zur Mitte des