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taͤglich waͤhrend einiger Minuten beſuchen durfte, inzwiſchen mußte ſtets eine dritte Perſon zuge⸗ gen ſeyn. Als ich eines Morgens zu ihr kam, fiel mir die arme Dame um den Hals und ſchluchzte lange ohne ein Wort vorbringen zu koͤnnen; auch des Offiziers Geſicht zeigte einige Niedergeſchlagenheit, und ich bemerkte daß zu⸗ weilen eine Thraͤne uͤber ſeiner maͤnnliche Wange herabrollte.
„Katalina,“ ſagte ſie zulezt—„mein Urtheil iſt erfolgt, Morgen ſoll ich geſtraft werden. O Gott! verzeihe Du ihnen ihre Grauſamkeit und ihre Ungerechtigkeit!“— ſie ſank aus mei⸗ nen Armen auf den Boden des Kerkers nieder.
Wir hoben fie wieder auf, und ſie erholte ſich etwas.„Ja, Katalina, Morgen ſoll ich fuͤr ein Verbrechen geſtraft werden, an dem ich unſchuldig bin— eine Strafe erleiden— O Gott! erbarme Dich meiner— die aͤrger iſt als der Tod. Die Geißel— gegeißelt unter oͤffentlicher Ausſtellung auf dem Marktplaze. Mag Gott unſerm Beherrſcher ſeine Grauſam⸗ keit verzeihen!“.
Ich hatte von dieſer furchtbaren Strafart


