Teil eines Werkes 
3. Band (1835)
Entstehung
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Ich habe den Befehl bekommen, augenblick⸗ lich nach der Hauptſtadt abzureiſen ich bin des Verrathes angeklagt. Mein Gewißen ſagt mir, daß ich nichts Boͤſes gethan habe; aber wehe mir, unſer Herrſcher kennt keine Barm⸗ herzigkeit. Katalina, dieſen Namen hatte ſie mir gegebenwillſt Du mich begleiten? es wird eine lange, eine betruͤbte Reiſe ſeyn. Gott mag wißen wie ſie endet.

Auf der Stelle war ich bereit; packte das Noͤthige ein, und ohne Diejenigen zu ſtoͤren, die ſich froͤhlicher Luſt uͤberließen, begaben wir uns in den Hof und beſtiegen in Begleitung des Offiziers ein Fuhrwerk. Nach vier Tagen trafen wir in der Hauptſtadt ein, ich wurde von meiner Herrin getrennt, und ſie in ein Gefaͤngniß geworfen. Ihre Anklaͤger ſah ſie ſo wenig als ihre Richter; ihre Bittſchrift an den Beherrſcher blieb ohne Erfolg, ſie wurde ver⸗ urtheilt doch ihre Strafe ward nicht ſogleich entſchieden.

Drei Wochen verbrachte ſie im Gefaͤngniße; der Offizier, welcher ſie bewachen mußte, war menſchlich genug, mir zu erlauben, daß ich ſie