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der Franke aber verlangte nur ihre Zunge zu ſehen. Nachdem er die angeſchaut hatte, wandte er ſich gleichguͤltig ab, als waͤre ſie ein ſterben⸗ der Hund.— Mir hieß er ihren Arm einzu⸗ binden und entzog ihr einen ganzen Napf voll ihres goldenen Blutes, dann ſchob er der Alten ein weißes Pulver in die Hand, und ſagte, er wuͤrde wieder kommen ſie zu ſehen. Ich ſtreckte meine Hand nach dem Golde aus, aber es kam nichts.
„Wir ſind arm,“ heulte das alte Weib dem Hakim zu,„aber, Gott iſt groß!“
„Ich brauche Dein Geld nicht, gute Frau,“ erwiederte der—„Deine Tochter will ich her⸗ ſtellen.“
Darauf trat er zum Bette, ſprach dem kran⸗ ken Maͤdchen Troſt ein, hieß ihr guten Muthes ſeyn, und alles wuͤrde gut werden.
Das Maͤdchen antwortete in Toͤnen, fuͤßer als die einer Nachtigall, daß ſie ihm nur ihren Dank erwiedern könne, und ihr Gebet zum Allerhoͤchſten.


