— 20—
„Du wirſt das Geld richtig finden,“ ſprach ſie,„zaͤhle es.“
Ich zaͤhlte es, ſchuͤttete es wieder in den Beutel von Ziegenfell und ſagte:„es iſt rich⸗ tig.— Verlaße mich Frau, denn ich muß heimkehren.“
Die Alte verließ mich und brachte Allah ih⸗ ren Dank dafuͤr, daß ihr Geld geſichert ſey; doch gewiße Gedanken, die mir im Kopfe um⸗ gingen, machten mich ſehr an dieſer Wahr⸗ heit zweifeln. Voller Zweifel ſezte ich mich wieder. Ich bezweifelte, daß die Alte in ehrli⸗ cher Weiſe zu dem Gelde gekommen ſey; auch empfand ich Zweifel, ob ich es dem erſten Der⸗ wiſch zu uͤberliefern haͤtte. Ich zweifelte, ob ich es fuͤr mich ſelber behalten ſolle und ob mir daraus nicht Ungluͤck erwachſen werde. Ich hatte ebenfalls meine Zweifel———“
„Ich habe gar keinen Zweifel,“ unterbrach ihn Muſtapha—„daß Du das Geld fuͤr Dich behalten haſt.— Sprich, iſt's nicht ſo 20—


