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„Die iſt gut,“ gab ich zur Antwort.
Sie ſezte ſich neben mich nieder und nachdem ſie eine Viertelſtunde ſchweigend geſeßen hatte, fuhr ſie fort:„Gott iſt groß.“
„Und Mahomet iſt ſein Prophet,“ erwiederte ich,—„im Namen Allah's, was verlangſt Du 2“
„Wo iſt der heilige Mann? Ich habe Geld, um es ihm in Gewahrſam zu geben. Kann ich ihn nicht ſehen?“
„Er iſt bei ſeiner Andacht— doch was hin⸗ dert das?— Bin ich nicht wie er?— Wache ich nicht, wenn er betet?— Inſchallah— ge⸗ fall' es Gott— wir ſind einer wie der andere. Gib mir den Beutel.“
„Hier iſt er,“ ſagte ſie und ſchuͤttete das Geld heraus—„ſieben hundert Zechinen, mei⸗ ner Tochter Heirathsgut; aber es gibt boͤſe Menſchen, die ſtehlen, und es gibt gute Men⸗ ſchen, denen wir vertrauen koͤnnen.— Spre⸗ che ich nicht gut?“
„Es iſt wohlgeſprochen,“ erwiederte ich, „und Gott iſt groß.“


