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daß mein Vater ſeit zwei Jahren erblindet iſt. Man hat gefuͤrchtet ihm die Wahrheit zu ge⸗ ſtehn und ihn Glauben gemacht, Viktor ſey zu⸗ gegen.— Sie muͤßen verſtehen, Markis, daß mein theurer Bruder das. Vaterhaus heimlich verließ um mich begleiten zu koͤnnen. Unſelige Stunde, in der ich ſeinen Bitten nachgab! Jezt ſehe ich aber die gebieteriſche Nothwendigkeit ein, mich zu meinem Vater zu begeben, er be⸗ darf der Ueberzeugung von meinem Leben um ihn in ſeinem Grame aufrecht zu halten. Des⸗ halb will ich mit Ihrer Erlaubniß einige Zei⸗ len durch den Ueberbringer ſeines Briefes an ihn zuruͤckſchicken, und morgen bei Tages⸗An⸗ bruch muß ich, ſo ſchmerzlich mir das auch werden mag, mich von ihrer begluͤckenden Ge⸗ ſellſchaft losreißen.“ Das kalte und voͤllig vertrauensvolle Weſen, mit welchem ich antwortete, entfernte den ge⸗ faßten Argwohn; nachdem ich ein Paar Zeilen
an den Grafen geſchrieben hatte, bat ich den
Markis, mir ſein Siegel zu leihen, druͤckte dieſes auf und befahl einem Diener, dem Bo⸗ ten dieſe Antwort einzuhaͤndigen; hoͤchlich


