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Dich flehen, doch zuſammen kommen duͤrfen wir nicht wieder;“ ſchmerzlich winkte Marie mit der Hand und verließ das Gemach. Wiewohl die katholiſche Religion, der ich damals angehoͤrte, ſtets von mir verſpottet und verachtet wurde, erfuͤllte mich die Schoͤn⸗ heit einer Tugend wie die, welche Marie zeigte, doch mit einem ehrfurchtsvollen Schauer, und ich verbrachte die Nacht in ſchwermuͤthigen Be⸗ trachtungen. Ich empfand innigere Liebe zu ihr, als je vorher, und beſchloß ſie zu uͤberreden, mit mir das Kloſter zu verlaßen und meine Frau zu werden. Am Morgen ließ ich ſie zu mir rufen. „Marle, Du weiheteſt Dich dem Himmel als Du glaubteſt, daß kein anderes Band Dich mehr der Erde verknuͤpfe. Du taͤuſchteſt Dich; es gab noch Einen, den Du immer fort lieb⸗ teſt, und der nicht aufhoͤrte Dich anzubeten. Geluͤbde, die im verwirrenden Zuſtande der Taͤuſchung abgelegt ſind, zeichnet der Himmel nicht ein. Verlaße dieſes Kloſter mit mir, werde meine Frau, und Du wirſt dadurch Deine Pflich⸗ ten gegen den Himmel beßer erfuͤllen, als
durch Trauern innerhalb dieſer Kloſterwaͤnde,


