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„Alles iſt ſchon gut, Francois. Ich habe ein feierliches Geluͤbde abgelegt; vom Himmel ward es angenommen. Durch Betrug und boͤſe Liſt kamſt Du in das Innere eines heiligen Ortes, gabſt Dich fuͤr eine geheiligte Perſon aus. Vergroͤßere Dein Verbrechen nicht durch den
Gedanken an eine Suͤnde; entwuͤrdige mich
nicht noch tiefer dadurch, daß Du mich nur einen Augenblick faͤhig halten koͤnnteſt, mich daran zu betheiligen.“
Dann fiel ſie auf ihre Knie nieder und rief us:„Heilige Jungfrau, ich flehe Deinen Bei⸗ ſtand an in dieſem Kampfe irdiſcher Leiden⸗ ſchaften und geheiligter Wuͤnſche. O Mutter Gottes, mache mich unempfindlich gegen Alles außer gegen Dich und gegen den Verlobten, den ich aus Deiner Hand empfangen habe.“
Sie erhob ſich wieder und fuhr fort:„Wie Du im Stande ſeyn wirſt, dieſes Kloſter zu verlaßen, Francois, weiß ich nicht; doch Dein Geheimniß iſt bei mir ſicher bewahrt, unter der Bedingung, daß Du meine Gegenwart nicht wieder verlangſt, wie Du es in dieſer Nacht gethan haſt. Mein Gebet ſoll unaufhoͤrlich fuͤr


