Teil eines Werkes 
1. Band (1835)
Entstehung
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verbrachte ich mit ihr im Geſpraͤch; dann wuͤnſchte ich ihr gute Nacht, bereitete mich zum Schlafengehen, und verlangte daß Marie gerufen werde, um bei mir zu bleiben. Marie trat mit ihrem Gebetbuche in der Hand herein, verbeugte ſich demuthsvoll vor mir als ſie vorbei ging, und ſezte ſich bei der Lampe nieder, die am andern Ende des Zim⸗ mers vor dem Bilde der heiligen Jungfrau brannte; hier begann ſie ihr Gebet. „Marie,“ ſagte ich, neben dem Bette ſte⸗ hend. Als ſie zum erſten Male den Ton mei⸗ ner Stimme vernahm, ſtieß ſie einen ſchwa⸗

chen Schrei aus, warf ſich vor dem Marien⸗ *bilde auf die Knie nieder, bedeckte ihr Antliz

mit den Haͤnden und ſchien in ſtummes aber inbruͤnſtiges Gebet verſenkt. „Marie,“ ſagte ich wiederum.„Komm hier.“ Sie erhob ſich und trat zitternd zu den Fuͤßen des Bettes.„Dir, und nur Dir allein, ver⸗ traue ich ein Geheimniß an, deßen Verrath mich dem folterndſten und ſchmachvollſten Tode preisgeben wuͤrde. Du taͤuſchteſt Dich nicht, als Du vor dem Antlize erſchreckteſt, das Dir