Teil eines Werkes 
1. Band (1835)
Entstehung
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meine Aufmerkſamkeit an, und ich ertheilte den Friedenskuß mit mehr Eifer, als die Klugheit haͤtte geſtatten ſollen. Nun erſchien die lezte der Schweſtern und ward mir als Soeur Marie vorgeſtellt. Gerechter Himmel! es war das aͤrmſte von mir verlaßene Maͤdchen. Ich ſtarrte zuruͤck als ſie ſich nahete, ihre Blicke waren auf den Boden geheftet, als ſey es aus Ehr⸗ furcht vor meiner anerkannten Heiligkeit. Als ſie vor mir niederkniete, um meinen Kuß zu empfangen, ſchlug ſie ihre Augen auf. Liebe durchdringt jegliche Verkleidung. In eben dem Momente glaubte ſie, ihren fluͤchtigen Gelieb⸗ ten zu erblicken, in ſtaunender Verwunderung ſtockte ihr Athem, Nachdenken zeigte ihr aber ſogleich die gaͤnzliche Unmoͤglichkeit eines ſol⸗ chen Glaubens, ſie ſeufzte bei der auffallenden Ähnlichkeit und erhielt den Friedenskuß von eben den Lippen, die freilich oft zuvor die ihrigen gepreßt hatten. Nachdem dieſe Zeremonie uͤberſtanden war, klagte ich uͤber Abſpannung und verlangte al⸗ lein gelaßen zu werden. Iech wollte uͤber das Geſchehene nachdenken