— 243—
zu leſen, als eine Schaar von Leuten, welche die Truͤmmer an der Kuͤſte herbei gelockt hat⸗ ten, zu mir heran kam. Dieſen erzaͤhlte ich den Untergang des Schiffes, den Tod der ganzen Mannſchaft, gab meinen Namen und Stand an, auch daß ich auf das Anſuchen des Biſchofes hergekommen ſey, um die Lei⸗ tung im Kloſter der heiligen Thereſe zu uͤber⸗ nehmen; ich ſezte hinzu, daß ich in meiner Noth die Heilige Jungfrau angerufen habe, daß die zu meiner Huͤlfe erſchienen ſey, und mich ſo ſorgfaͤltig und ſo behaglich auf den Strand geleitet habe, daß mir's vorgekommen waͤre, ich ruhe auf weichſten Polſtern. Mein Bericht ward umher verbreitet und geglaubt; denn der Umſtand an ſich, daß ein huͤlfloſes Weib die einzige Errettete aus einer ganzen Schiffsbemannung ſeyn ſollte, war Wunder genug.—
Der Biſchof ſchickte ſeine Kutſche, um mich abzuholen, ich ward in die Stadt gefahren, gefolgt von einer Schaar von Prieſtern, Moͤn⸗ chen und Leuten aus den niedern Staͤnden, welche voll frommer Sehnſucht waren, nur


